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Die gesetzliche Rentenversicherung im Wandel -
die neuen Rahmenbedingungen:


Das staatliche Rentensystem kann schon lange nicht mehr halten, was
es einst versprochen hat. Die Kassen sind leer, die Grundlagen des
Generationenvertrages entsprechen nicht mehr der Realität.


I. Wir leben immer länger:
Das, was uns eigentlich freuen sollte, ist auf der anderen Seite eines
der größten Probleme der Rentenversicherung: die steigende Lebenserwartung.
Durch die laufenden Veränderungen und Verbesserungen, vor allem im medizinischen Bereich, leben die Menschen immer länger. Und beziehen folglich länger die Rente.


In der folgenden Grafik wird der kontinuierliche Anstieg der Restlebens-erwartung 65jähriger Frauen und Männer in Deutschland aufgezeigt:



II. Die Gesellschaft veraltet:

Der sogenannte Generationenvertrag, der einst auf einer Alterspyramide aufbaute, wurde zu einer Zeit entwickelt, als die jüngeren und
abreitenden Menschen noch den größeren Bevölkerungsanteil stellten.
Heute ist aus der Alterspyramide optisch schon ein "Tannenbaum" geworden, der sich in den nächsten 30 Jahren zu einem "Dönerspieß"
entwickelt. Ursachen sind die bereits erwähnte steigende Lebenser-
wartung und die gleichzeitig sinkende Geburtenraten.



III. Immer mehr Rentner, immer weniger Beitragszahler:
Der finanzielle Druck auf ein Rentensystem wird umso größer, je weniger Menschen zur Finanzierung beitragen. Durch geringe Geburtsraten wird
es in Deutschland zukünftig immer weniger Menschen geben, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Verhältnis von Arbeitslosen und Erwerbstätigen. Je schlechter das Verhältnis, desto weniger Beitrags-
zahler finanzieren das Rentensystem. Alle Faktoren zusammen sorgen dafür,
dass immer weniger Erwerbstätige eine ständig wachsende Zahl von Rentnern finanzieren müssen.
Eine solche Entwicklung führt zwangsläufig zu sehr hohen Beitragsbelastungen oder zu niedrigen Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung.




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